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Der Amphibienschutzzaun(Referat) zusammengeschrieben von Florian Amon
1.Warum braucht man einen Amphibienschutzzaun?
(Amphibien wandern von Winterquartier zu Laichgewässer usw.) Die Wanderung vom Winterquartier zum Laichgewässer findet im März, die vom Laichgewässer zum Sommerquartier im Mai-September, nachdem sie abgelaicht haben, u. die von Sommer- zu Winterquartier im Oktober statt. Das Winterquartier ist ein Unterschlupf an dem sie die Winterstarre ausüben. Bei der Wanderung legen Kröten im Jahr bis zu 2km, Spring- u. Grasfrösche bis zu 1km und Molche und Laubfrösche bis zu 500m zurück. Auf ihrem Weg müssen sie oft Straßen überqueren, so dass sie leicht überfahren werden. Das passiert aber vor allem auf dem Weg von Winterquartier zu Laichgewässer, weil sie auf dieser Wanderung erst gerade von der Winterstarre aufgewacht sind und dadurch noch langsamer sind und sich auf dem erwärmtem Teer aufwärmen wollen. Dabei werden sie dann überfahren. Damit dies nicht passiert, braucht man Amphibienschutzzäune. Auf dem Weg zum Sommerquartier aber sind sie schon fitter und springen schneller über die Straße, so daß nur noch ein geringer Teil überfahren wird. 2.Der Amphibienschutzzaun bei Gemünd Standort des Zaunes: Er liegt an der Staatsstraße zw. Ebern und Hassfurt. Diese befindet sich nämlich zwischen Winterquartier und Laichgewässer von Amphibien. Das Winterquartier befindet sich hier in einem Wald und das Laichgewässer stellen drei Teiche auf der anderen Straßenseite dar. Art des Zaunes: Dieser Amphibienschutzzaun besteht aus Holz und Nylon, ist ungefähr 500m lang und wird jedes Jahr von freiwilligen Helfern des Bundes Naturschutz Ebern aufgebaut. Diese Helfer sammeln allabendlich mit Eimern die Amphibien, bringen sie sicher über die Straße und lassen sie auf der anderen Seite in der Nähe der Teiche wieder laufen. Aufbau des Zaunes: Der Schutzzaun wird im März, entsprechend der Witterung, die Straße entlang aufgebaut und alle 5m mit einem Stickel befestigt. Die unteren 5cm werden in den Boden eingegraben, damit die Amphibien nicht untendurch kriechen können. Seit 1986 werden die oberen 7cm mit Wäscheklammern umgeknickt, damit Molche nicht hinüberklettern können. Die Amphibienarten: ![]() An diesem Zaun sind Erdkröten, Grasfrösche, Bergmolche und Teichmolche vertreten. Alle diese vier Arten sind sind, wenn man es in ganz Deutschland sieht nicht vom Aussterben bedroht, stellen einaber ein wichtiges Glied im Gleichgewicht dar und dürfen es dadurch nicht werden. Der Grasfrosch kommt in ganz D vor und ist braunschwarz und dunkelgrün. Die Erdkröte kommt auch in ganz D vor, ist braun, wie jede Kröte warzig und ist vor allem an Waldbestände gebunden. Sie ist unsere häufigste Amphibienart. Der Teichmolch kommt auch in ganz Deutschland vor, ist braun, am orangenen Bauch gepunktet, der Schwanz macht die halbe Körperlänge aus und das Männchen besitzt einen glatten Kamm. Der Bergmolch kommt außer im Bereich der ehemaligen DDR auch in ganz Deutschland vor. Er sieht dem Teichmolch sehr ähnlich, nur hat er keine Punkte am Bauch, der Schwanz ist wesentlich kürzer und der Kamm vom Männchen ist gezackt. Anzahl der wandernden Amphibien: Jedes Jahr werden an diesem Zaun etwa 1000 Amphibien über die Straße gebracht. Davon sind ungefähr 1% Grasfrösche, 2% Teichmolche, 10% Bergmolche und 87% Erdkröten. Bei den Erdkröten werden die Jungtiere erst nach 3-4 Jahren geschlechtsreif und wandern zum Laichgewässer. Dadurch werden sie erst nach 3 Jahren erfaßt. Obwohl man an den drei Teichen einigen Grasfroschlaich sieht, sind am Zaun nur einzelne bis gar keine Grasfrösche zu verzeichnen. Das liegt daran, daß sie eher als die anderen Amphibien, also manchmal vor dem Zaunaufbau wandern. Da Frösche aber nicht unbedingt einen Wald zum Überwintern nutzen, kann es auch daran liegen, daß sie bei Büschen überwintern und dann über die freie Fläche zum Laichgewässer wandern. Anzahl der wandernden Amphibien:
Die Daten der Jahre 1985 und 1989 fehlen! Daß erst seit 1986 Molche zu verzeichnen sind, liegt (wie schon vorher erwähnt) daran, daß erst seit diesem Jahr der obere Rand des Zaunes umgeknickt wurde und die Molche nicht mehr hinüberklettern können. Bei den Fröschen liegt es wahrscheinlich daran, dass sie ein bißchen früher als die andern Amphibien wandern und so vom später aufgebauten zaun nicht erfasst werden. Abbau des Zaunes: Nach 4-5 Wochen, wenn die ersten Rückwanderer zu sehen sind, wird der Zaun abgebaut, da er für diese im Weg ist. Wie schon vorher erwähnt, braucht man für die Rückwanderer keinen Zaun, da diese wegen den wärmeren Temperaturen schon schneller sind. 3.Andere Möglichkeiten vom Schutz der Amphibien beim Überqueren der Straße a.Straßensperrung Bei der Straßensperrung wird, wie der Name schon sagt die Straße gesperrt. Dies geschieht im Normalfall entweder zwischen 19h und 7h ober 20h und 7h. Diese Art des Amphibienschutzes kann aber nur an nicht stark befahrenen Straßen ausgeübt werden. Außerdem muß die Möglichkeit einer Umleitung der Autos bestehen. Dieses wurde 1986 auch bei Gemünd angewandt, weil es zu einer Massenrückwanderung kam. b.Krötentunnel Der Krötentunnel muß auch in Verbindung mit einem Zaun gebaut werden. Der Zaun soll die Amphibien zu den Tunneln, die unter der Straße durchführen leiten. Hierbei handelt es sich um einen Zaun, der immer stehenbleibt. Er steht an beiden Straßenseiten. Da bei dieser Weise A. zu schützen die Straße erst aufgerissen werden muß, wird sie normalerweise auch nur bei Neubauten von Straßen verwendet. c.Brückenbauweise Das ist wohl die teuerste Weise A. zu schützen. Sie zahlt sich nur aus, wenn die Straße neu gebaut wird, da man statt der normalen Straße eine Brücke baut, unter der die A. ihre Wanderung fortsetzen können. Zum Schluß noch eine nicht mehr angewändete Methode. d.Ersatzlaichgewässer Sie wird nicht mehr angewendet, weil es sich herausstellte, dass Amphibien die vom Menschen neu erschaffenen Laichgewässer nicht annehmen, weil sie einen Drang haben, immer wieder zu dem Gewässer an dem sie geboren sind zurückzukehren. Dieses Referat wurde von Florian Amon für den Deutschunterricht der 8.Klasse (1996) zusammengestellt und mit einigen Ergänzungen hier veröffentlicht. |