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Zeitungsartikel zum Thema Fledermaus


Felsenkeller für Fledermäuse gesichert - Projekt des AK Fledermaus des BN Haßberge (Zeitungsartikel; FT, 6. November 1998)

Rechtzeitig zum bevorstehenden Winter beendeten die Mitarbeiter des Arbeitskreises Fledermaus des Bundes Naturschutz Haßberge die Renovierungs-arbeiten an einen Felsenkeller nahe Salmsdorf. Dieser dient Fledermäusen als Winterquartier und konnte vor einer möglichen Zerstörung, da er seit mehreren Jahren nicht mehr in Benutzung ist, gesichert werden. In diesem Felsenkeller wurden in den letzten Jahren bereits mehrere Fledermäuse nachgewiesen.
Mitte Juli war der erste Arbeitseinsatz der Fledermausschützer, die zuerst das überwuchernde Gesträuch entfernen mussten, um einen freien Einflug zu schaffen. Da starkes Wurzelwerk die Mauern teilweise nach außen schoben, wurden sie zu beiden Seiten abgebaut und Stein für Stein wieder aufgesetzt. Dazu half Arbeitskreismitglied Winfried Grübert mit schweren Gerätschaften und der Bereitstellung von ausreichend neuem Steinmaterial. Besonders der schwere Abschlussbogen des Gewändes bereitete Probleme und musste mit dem Schlepper hochgehoben werden.
Aus dem Keller wurde ein Felseinbruch herausgeräumt und der brüchige Fels durch Errichten einer Schutzmauer gesichert. Zur Verbesserung des Versteckangebots wurden Hohlblocksteine mit Halterungen im Innern ange-bracht, da Fledermäuse gerne im Winterquartier sich in schmale Ritzen verkriechen. Da sich im Keller eine Quelle befindet, wurde der Wasserfluss im Eingangsbereich gefasst.
Die mit Vierkantrohrrahmen umlaufende Metalltür wurde von einer Fachfirma gefertigt und Anfang September montiert. Die Auskleidung mit Holz wurde anschließend von den Fledermausschützern erledigt.
Insgesamt waren an diesem Projekt neun Mitglieder tätig gewesen, die an sechs Arbeitseinsätzen teilnahmen. 152 Stunden wurden aufgewendet, um die Renovierung des Fledermauswinterquartiers sicherzustellen. Dieses Projekt wird mit Mitteln aus der Landschaftspflege durch die Regierung von Unterfranken unterstützt.
Bei den Arbeiten half auch der Preisträger des Naturschutzpreises 1998 der Haßbergvereine Hermann Jäger mit. Seit Jahren ist er ein Aktivposten im Arbeitskreis Fledermausschutz, der ob Kartierung oder bei praktischen Arbeiten immer in vorderster Reihe dabei ist. Die Fledermausschützer freuen sich sehr über seine Auszeichnung.




Quartier für Fledermäuse gesichert (Zeitungsartikel; FT, 10. August 1998)

In Salmsdorf waren an den letzten Wochenenden Mitglieder des Arbeitsdreises Fledermaus des Bund Naturschutz Haßberge dabei, einen Felsenkeller als Fledermauswinterquartier zu sichern. Jedes Jahr suchen sich die Fledermausschützer, neben den regelmäßigen Aktivitäten, ein großes arbeitsreiches Projekt heraus. Bis der Keller im Herbst fertig ist sind etwa 150 Sunden an Arbeit erforderlich.
Bei den jährlichen Winterexkursionen zu Fledermausquartieren wurden in diesem Keller schon mehrmals verschiedene Fledermäuse nachgewiesen. Da der Keller nicht mehr unter Benutzung war, bestand die Gefahr, dass dieses Winterquartier durch Zuschütten verloren geht. Deshalb entschloß man sich, den Keller für den Fledermausschutz zu sichern.
Der Arbeitskreis Fledermaus in Aktion Zuerst mußten, um einen freien Anflug zu gewährleichen, Sträucher zurückgeschnitten werden. Da die seitlichen Wände nach vorn gedrückt wurden, mußten sie vollständig abgetragen und von Grund auf neu aufgerichtet werden. Dabei war ei großer Vorteil, dass ein Mitglied des Arbeitskreises ausreichen Sandsteine zu Verfügung stellen konnte.
Um das Versteckangebot für Fledermäuse zu erhöhen, werden in den nächsten Tagen im Keller mittels einer Holzkonstruktion mehrere Hohlblocksteine mit Halterungen angebracht. Außerdem bringt eine Fachfirma eine Tür mit umlaufenden Vierkantrohrrahmen an, die dann wieder von Mitgliedern mit Holz ausgekleidet wird.
Fast 20 Keller, die Fledermäusen als Winterquartier dienen, wurden in den letzten Jahren vom AK Fledermaus des BN Haßberge angepachtet. Die Keller wurden mit großem Arbeitsaufwand hergerichtet, denn gerade durch das "Kellersterben" sind viele Fledermauswinterquartiere gefährdet.
Erfreulich war das Ergebnis der diesfährigen Sommerquartierexkursion. Hier werden große Kolonien, meist das "Große Mausohr", kontrolliert. Alle acht Quartiere zeigten stabile Bestände. In ein Quartier kehrten, durch ein gezieltes Aussperren der Schleiereule, die Fledermäuse wieder zurück.