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Volksbegehren und Volksentscheid "Das bessere Müllkonzept"
Mit Info-Ständen, Aufklärungsveranstaltungen und Plakaten versuchten wir der Bürgeraktion "Das bessere Müllkonzept" zum Erfolg zu verhelfen.
Die Abfallentsorgung ist in Bayern durch den Volksentscheid im Jahre 1991 richtungweisend auch für andere Bundesländer erfolgt. Das Bewußtsein der Bevölkerung ist die von Umweltverbänden durchgeführte Aufklärungsarbeit wesentlich verbessert worden.
In unserem Landkreis Haßberge ist vom Dualen System kein Gelber Sack eingeführt worden. Dies bedeutet, daß die Bürger ihre Wertstoffe selbst in die verschiedenen Fraktionen aufteilen und zu den Wertstoffhöfen bringen müssen. Dies hat einen bewußteren Umgang mit dem Abfall zur Folge. Außerdem ist eine sortenreinere Erfassung als mit dem Gelben Sack das Ergebnis.
Seit mehreren Jahren ist eine Biomüllabfuhr im Landkreis eingeführt.
Der Hausmüll des Landkreises Haßberge wird im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) verbrannt.
Seit 1997 wird der Hausmüll je Gemeinde verwogen. Die Gemeinden haben nun ein Interesse, daß möglichst wenig Hausmüll anfällt, um für die Bürger günstigere Abfuhrgebühren zu erreichen. Dies war eines der Ziele des o.a. Volksbegehrens.

Umweltschutz auf dem Friedhof
Diese vom BN Ebern mit initiierte Aktion hat in ganz Deutschland Nachahmung gefunden. Angefangen hat sie durch eine Anregung vom 1.Vorsitzenden Harald Amon im September 1991. Zusammen mit den Umweltbeauftragten der katholischen Pfarrgemeinden im Dekanat Ebern/Haßfurt wurde eine Info-Broschüre erstellt, welche als Erstauflage 4.000 Exemplare hatte. Nachdem mehrere überregionale Zeitschriften darüber berichteten, gingen 236 Anfragen zu diesem Thema aus dem ganzen Bundesgebiet und aus dem benachbarten Ausland beim BN in Ebern ein. Angefragt haben u.a. Bürgermeister, Landräte, Pfarreien, Parteien, die Landtagsfraktion der FDP in Baden-Württemberg, Umweltverbände, Umweltämter, Verbraucherorganisationen, Umweltinstitute usw.
Begleitend zu der Info-Broschüre wurde eine Ausstellung erarbeitet, welche vor allem auf Pfarrfesten gezeigt wurde.
Dem Thema Umweltschutz auf unserem Friedhof hat sich dann auch das Landratsamt Haßberge angenommen. Die Ausstellung wurde ergänzt und am 15.10.92 durch Landrat Rudolf Handwerker im UBIZ eröffnet. Die Gemeinde Oberaurach leistete ihren zusätzlichen Beitrag durch Vereinbarungen mit den ortsansässigen Gärtnereien.
Die Anregungen aus unserer Broschüre sind auch Teil der bayernweit vertriebenen Broschüre „Friedhof - Ort des Lebens“ der Umweltbeauftragten der bayerischen Diözesen vom Oktober 1994. Der Umweltbeauftragte der Diözese Würzburg Edmund Gumpert greift dieses Thema ebenfalls immer wieder auf.

Der Landkreis Haßberge ist ausgehend durch die Initiative des BN Ebern beispielgebend für die Gestaltung der Gottesäcker geworden. Hierüber wurden auch mehrfach Berichte im Rundfunk und im Bayerischen Fernsehen gebracht.
Die Thematik wurde auch zusammen mit Gärtnereien und Bestat-tungsinstituten besprochen, damit diese die Aktion unterstützen. Nachdem von Teilen der Gärtnereien anfangs Probleme bei der Durchführung gesehen wurden, hat der Obermeister der Gärtner Berthold Geßner im November 1995 „Vollzug gemeldet“. Kränze, Gestecke und Steckhilfen aus den örtlichen Gärtnereien sind so aufgebaut, daß sie nach Gebrauch komplett kompostierbar sind.
Es wäre zu wünschen, daß alle Gemeinden des Landkreises die Initiative durch die Aufstellung von geeigneten Behältnissen unterstützen, so daß die Bürger bei der Aktion auch wirkungsvoll mitmachen können. Die meisten Gemeinden im Landkreis haben inzwischen ihre Friedhofssatzungen unseren Vorschlägen angepaßt. 
Nachdem in der ersten Zeit dieses Thema etwas pietätlos erschien, ist es in der Zwischenzeit zu einem selbstverständlichen Thema innerhalb der kirchlichen und gemeindlichen Umweltaktivitäten geworden. 
Der BN Ebern hat jedenfalls mit dieser Aktion erfolgreich zur Abfallvermeidung beigetragen.

Verbot der Verbrennung von holzigen Gartenabfällen
Auszug aus einem Schreibens vom 22. Mai 1993 an das Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen 
„Das integrierte Entsorgungskonzept unseres Landkreises Haßberge sieht vor, daß Gartenabfälle einer Kompostierung und damit einer Verwertung zugeführt werden. Baumschnitt und Gartenabfälle sind über den gemeindlichen Kompostplatz oder die zentrale Kompostieranlage in Wonfurt zu entsorgen.
Das Bayerische Abfallwirtschaftsgesetz schreibt im Art.1(1) Nr.3 für "kompostierbare Stoffe" die weitestgehende Rückführung in den Stoffkreislauf vor (stoffliche Abfallverwertung). Die Gemeinden haben vorbildhaft dazu beizutragen, daß die Ziele des Art.1 (1) erreicht werden.
In verschiedenen Gemeinden unseres Landkreises bestehen jedoch weiterhin Verordnungen, welche das Verbrennen pflanzlicher Abfälle auch innerhalb geschlossener Ortsteile, zulassen.
Laut Mitteilung des Landratsamtes ist das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen in der "Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb zugelassener Beseitigungsanlagen" (PflAbfV) vom 13.03.1984 geregelt. Rechtliche Grundlage für diese Verordnung ist § 4 Abs.4 des Abfallgesetzes (AbfG) von 1986.
Unserer Meinung nach, sollte auf das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen, vor allem auch im Hinblick auf die Klimaproblematik und die Vernichtung von wertvollen Bodenverbesserungsmitteln, verzichtet werden.
Wir bitten daher um Mitteilung, ob beabsichtigt ist, die o.a. Verordnung, auch auf Grund der Vorgaben des neuen Bayerischen Abfallwirtschaftsgesetzes, aufzuheben. „


Antwort des Ministeriums an das LRA Haßberge mit Abdruck an den AK Abfall: 
„Das Landratsamt Haßberge wird gebeten, die Situation im Landkreis zu überprüfen. Holzige Gartenabfälle dürfen nur dann verbrannt werden, wenn die Entfernung zu einer Sammelstelle nicht zumutbar ist“ 

Gartenholzaktion 
Zusammen mit Jugendlichen vom Eberner Jugendzentrum "Obendrin" holen wir jeweils im Herbst Gartenholz in Haushaltsmengen ab und bringen das Schnittgut zur 3km von Ebern entfernten privaten Grünschnittkompostierungsanlage beim Lindenhof. Dadurch werden viele Einzelfahrten mit dem Auto vermieden.


Die Öffnungszeiten des Eberner Wertstoffhofes