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NT ohne Passwort starten
NT- Installations-Disketten verlegt
NT Workstation umwandeln in NT Server
Windows schneller starten ohne DDC




Die Update-Prüfung

Sie möchten Win 95 ein zweites Mal installieren. Um sich aller Altlasten zu entledigen, haben Sie die Festplatte neu partitioniert und formatiert. Sie haben eine Startdiskette mit den CD-ROM-Treibern und den entsprechenden Einträgen für das Laden dieser Treiber in den Startdateien. Was Sie vielleicht nicht bedacht haben: Ihre Windows-95-Uersion ist eine Update-Version.

Falls Setup kein qualifizierendes Produkt - also eine alte Windows-Version auf der Festplatte findet, fordert es Sie auf, den Pfad zu einem solchen Produkt anzugeben. Als qualifizierendes Produkt erkennt der Setup-Assistent auch die erste Installationsdiskette einer älteren Windows-Version oder von OS/2 an.

Was aber, wenn Sie zwar legaler Windows-Anwender sind, aber diese Diskette nicht zur Hand haben?

Kein Problem.
Zwar müssen Sie die Installation an diesem Punkt abbrechen, aber dann haben Sie gleich mehrere Möglichkeiten, dem Setup ein qualifizierendes Produkt vorzugaukeln. Die Update-Prüfung schaut zuerst nach, ob sich auf der Platte bereits eine Windows-Version befindet. Dazu überprüft sie, ob die Dateien WIN.COM und WINVER.EXE in einem beliebigen Verzeichnis vorhanden sind. Sie können also einfach diese beiden Dateien von einer Sicherungskopie oder von den Originaldisketten - in irgendein Verzeichnis auf die Festplatte kopieren. Statt die "echten" Dateien zu kopieren, können Sie auch einfach zwei Dateien mit den Namen WIN.COM und WINVER.EXE erstellen. Setup legt nämlich in erster Linie Wert auf diese Namen. Allerdings besteht es bei WINVER.EXE noch zusätzlich auf einer Mindestgröße der Datei.

Starten Sie also den Editor EDIT.COM, der sich auf der Startdiskette befindet, und geben Sie einen beliebigen Text ein. Speichern Sie die Datei unter dem Namen WIN.COM in irgendeinem Verzeichnis auf der Festplatte. Dasselbe wiederholen Sie mit WINVER.EXE, wobei Sie allerdings darauf achten müssen, daß die Datei mindestens 528 Bytes groß ist. Eine Kuriosität am Rande: Wenn die Datei WINVER.EXE kleiner ist als 518 Bytes, wird sie bei der Update-prüfung nicht als qualifizierendes Produkt anerkannt. Eine Datei mit einer Größe von 519 bis 527 Bytes bringt das Installationsprogramm zum Absturz. Statt der Überprüfungsmeldung erhalten Sie einen "Application Error" (GPF) im Modul SUWIN.EXE.

Nachdem Sie die beiden Dateien erstellt und anschließend auf das Installationslaufwerk gesichert haben, starten Sie Setup erneut. Die Update-Prüfung wird erfolgreich durchgeführt, und die genannte Meldung taucht überhaupt nicht mehr auf.
Anmerkung 1 : Kopieren Sie die Dateien nicht ins Wurzelverzeichnis Ihres Laufwerks! Sobald Windows beim Starten dort eine Datei WIN.COM findet, versucht es diese auszuführen. Weder mit der Original-WIN.COM einer älteren Windows-Version noch mit einer von Ihnen erstellten Datei ist ein erfolgreicher Start von Windows 95 möglich.
Anmerkung 2: Wenn Ihnen die beschriebene Prozedur zu umständlich sein sollte, haben Sie eine weitere Möglichkeit, die Update-Prüfung erfolgreich zu überlisten. Statt eine Original-Installationsdiskette als qualifizierendes Produkt anzugeben, genügt es, auf irgendeiner Diskette eine Datei mit dem Namen WIN.CN_ anzulegen. Diese Datei können Sie beispielsweise gleich auf Ihrer Startdiskette abspeichern. Die Größe von WIN.CN_ ist beliebig. Sobald die Update-Prüfung Sie auffordert, ein qualifizierendes Produkt anzugeben, klicken Sie zunächst auf "Suchen" und geben dann Ihr Diskettenlaufwerk als Suchpfad an





Die Produktidentifikation

Nachdem Sie die Klippe der Update-Prüfung erfolgreich umschifft haben, lauert bereits das nächste Hindernis - die Produktidentifikation. Sie besitzen eine normale Update-CD und keine OEM-Version mit Windows 95 B. Das Setup fordert Sie hier auf, die zehnstellige Kennummer der Windows-CD (CD-Key) einzugeben. Diese Nummer befindet sich auf einem Aufkleber auf der Rückseite der CD-Box. Dummerweise haben Sie die Hülle der CD gerade nicht parat. Wenn Sie aber eine falsche oder gar keine Kennummer eingeben, beschwert sich das Installationsprogramm und fordert Sie auf, die eingegebene Nummer zu überprüfen.
Freundlicherweise prangt in der Mitte des Dialogfensters "Ungültige Produktnummer" eine Schaltfläche "Ignorieren". Klicken Sie einfach auf "Ignorieren", und Setup verzichtet auf die Eingabe des CD-Keys. Außerdem läßt sich für die zehnstellige Produktnummer eine beliebige Nummer eingeben, sofern die Quersumme der letzten sieben Ziffern durch sieben teilbar ist. So wird beispielsweise die Kennummer
123-7777777 als gültiger Schlüssel anerkannt.




Windows 95 B

Auf Ihrem PC war bislang Windows 95 in der älteren Version installiert. Jetzt wollen Sie die bestehende Installation auf Windows 95 B aufrüsten, ohne Ihre Festplatte neu zu formatieren und ohne irgendwelche Programme neu installieren zu müssen.
Sie legen also die CD mit Windows 95 B ein. Kaum liegt die Scheibe im Laufwerk, präsentiert Ihnen Autorun ‚ den aufmerksamen Hinweis, daß die Windows-Version auf der CD neuer als die derzeit installierte ist. Die Frage, ob Sie den Computer jetzt auf die neue Version von Windows 95 umstellen möchten, beantworten Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche "Ja". Und tatsächlich wird auch der Setup-Assistent gestartet, der Sie durch die Installation der neuen Version begleiten soll.
Lange folgt der Assistent Ihnen aber nicht. Schon bald erscheint die Meldung: "Auf der Festplatte ist bereits ein Betriebssystem installiert, das mit dieser Version von Setup nicht aktualisiert werden kann. Erwerben Sie das Win-dows-95-Update."
Das klingt nicht nur verwirrend, sondern ist auch reichlich irreführend. Sie können Ihr bestehendes Windows 95 dennoch auf die Version 95 B umstellen - und zwar so:

    Methode 1:




    Windows-95-B-Setup im MS-DOS-Modus
  1. Stellen Sie sicher, daß Sie im MS-DOS-Modus Zugriff auf Ihr CD-Lauf-werk haben. Starten Sie dazu entweder von einer Diskette, auf der sich die CD-Treiber und die relevanten Einträge in den Dateien CONFIG.SYS und AUTO-EXEC:BAT befinden, oder statten Sie Ihre Startdateien auf der Festplatte entsprechend aus.
    Im zweiten Fall drücken Sie die Taste <F8>, sobald die Meldung "Windows 95 wird gestartet..." auf dem Bildschirm erscheint, und wählen hier aus dem Bootmenü die Option "Nur Eingabeaufforderung".
    Eine alternative Möglichkeit zum CD-Zugriff besteht darin, daß Sie unter Windows die CAB-Dateien von der CD auf die Festplatte kopieren. Wechseln Sie im Arbeitsplatz oder im Explorer auf das CD-Laufwerk, und kopieren Sie das Verzeichnis "Win95" von der CD auf Ihre Festplatte.
  2. Nachdem Sie also Ihren PC im MS-DOS-Modus gestartet haben, müssen Sie die Datei WIN.COM umbenennen, die sich im bestehenden Windows-Verzeichnis befindet. Damit verhindern Sie, daß das Installationsprogramm von Windows 95 B eine Vorgängerversion erkennt.
  3. Jetzt können Sie das Setup-Programm von der CD oder von der Festplatte starten. Um Ihre bestehende Version aufzurüsten, geben Sie als Installationsverzeichnis das vorhandene Windows-Verzeichnis an.


    Methode 2:

    Windows-95-B-Setup unter Windows.
  1. Diese Methode erfordert, daß sich die Installationsdateien auf der Festplatte befinden. Kopieren Sie also das Verzeichnis "Win95" von der CD in ein Verzeichnis auf Ihrem lokalen Laufwerk.
  2. In dem Verzeichnis, in das Sie die Installationsdateien kopiert haben, erstellen Sie mit Notepad jetzt eine Datei mit dem Namen MSBATCH.INE Sie hat folgenden Inhalt:
    [Setup]
    ProduktType=1
    Achten Sie darauf, daß Sie auch die zweite Zeile mit der Eingabetaste abschließen.

Starten Sie die Installation durch einen Doppelklick auf die Datei SETUP EXE. Der entscheidende Vorteil dieser Methode liegt darin, daß Sie damit nicht nur die Update-Prüfung übergehen, sondern auch die Abfrage des CD-Keys vermeiden




Update auf Win 95 B / C

Neue Variante

Sie haben Windows 95 OSR 2, 2.1 (95 B) oder 2.5 (95 C) mit einer neuen Hardwarekomponente gekauft. Diese neueren Windows-Ausgaben sind nur als Vollversionen erhältlich. Sie können damit weder von Windows 3.1x noch von der allerersten Windows-95-Version updaten, müssen also mit einer Neuinstallation bei Null an fangen. Gibt es dennoch eine Möglichkeit, die alte Konfiguration in das neuere Windows zu übernehmen?

Lösung: Es kursieren mehrere Varianten, mit denen Sie eine Vollversion zum Updaten überlisten können. Hier zeigen wir Ihnen eine wenig bekannte, aber sehr elegante Lösung, mit der Sie die Fehlermeldung "SU0168" umgehen, die jeden Update-Versuch brüsk beendet: Sie unterbrechen das Setup der aktuellen Windows-95-Version vorübergehend und manipulieren ein Setup-Script so, daß die Fehlermeldung unterdrückt wird. Im einzelnen gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Starten Sie das Setup unter laufendem Windows 3.1x oder 95.2.
  2. Klicken Sie im Lizenzfenster nicht auf "OK", sondern aktivieren Sie entweder mit der Tastenkombination <Alt>-<Tab> den Programm-Manager (Win 3.1x) oder mit <Strg>-<Esc> das Start-Menü (Win 95), und starten Sie den Datei-Manager beziehungsweise den Explorer.
  3. Öffnen Sie das Verzeichnis C:\Win-insto.400, und laden Sie per Doppelklick die Datei SETUPPP INF im Editor.
  4. Fügen Sie im Abschnitt [Data] die Zeile "OEMUP=1" ein, speichern Sie, und schließen Sie den Editor.
  5. Wechseln Sie nun mit <Alt>-<Tab> wieder zurück zum Installationsprogramm. Wenn Sie jetzt im Lizenzfenster auf "OK" klicken, fährt die Installation ohne Fehlermeldung fort.




Installation ohne Zwangsbrowser

Seit Windows 95 B drückt Microsoft allen Anwendern den Internet Explorer (IE) 3.0 aufs Auge. Wer den IE 3.0 aber definitiv nicht will - hier die Anleitung, wie Sie Windows 95 B Browser-los installieren können:

  1. Kopieren Sie das Verzeichnis Win95 von CD auf Festplatte.
  2. Entpacken Sie am DOS-Prompt die Datei SETUPPP INF mit dem Befehl: extract /a precopy2.cab setuppp.inf
  3. Öffnen Sie diese Datei mit dem Editor und kommentieren Sie die Zeilen "OHARE.INF" und "ATHENA.INF" mit einem Semikolon (";") aus.
  4. Entfernen Sie am DOS-Prompt den Schreibschutz der Datei LAYOUT.INF mit dem Befehl
    attrib layout.inf -r
    Nun editieren Sie diese Datei:
    Korrigieren Sie in der Zeile mit der Größenangabe "setuppp.inf=2,,4852" den Wert auf "4854". Im Zweifelsfall können Sie sich über die Dateigröße mit "dir set-upppp.inf" informieren.
  5. Danach läßt sich mit "setup" die um den Internet Explorer abgespeckte Installation von Windows 95 B von der Festplatte aus durchführen.




Das Echtheitszertifikat

Die Windows-95-Update-version verlangt nur einen zehnstelligen CD-Key.
Windows 95 B setzt die Eingabe einer zwanzigstelligen Nummer voraus. Und um diese Eingabe kommen Sie nicht mehr einfach durch "Ignorieren" herum. Wer die Nummer nicht parat hat, kann sich mit einer "Dummy "-Nummer behelfen.
Der zwanzigstellige CD-Key hat das Format

XXXXX-OEM-XXXXXXX-XXXXX

Wichtig sind dabei nur die erste Ziffer des ersten fünfstelligen Blocks und der siebenstellige Ziffernblock. Der zweite Teil mit den Buchstaben "OEM" ist immer gleich, und die fünf Ziffern des vierten Blocks spielen gar keine Rolle.
Die erste Ziffer des ersten Blocks muß eine "1" oder eine "2" sein, die folgenden vier Zahlen müssen Nullen sein.
Im dritten Block müssen die ersten drei Zahlen Nullen sein. Die Quersumme der letzten vier Ziffern muß durch sieben teilbar sein. Eine vom Setup-Programm akzeptierte, aber illegale Kennummer ist also beispielsweise

20000-OEM-0007777-00000.





NT ohne Passwort starten

Um dieses Verhalten zu erreichen, sind mehrere Einträge in der NT-Systemdatenbank Registry notwendig:

  • Starten Sie den Registry-Editor REG-EDT32 über Start/Ausführen.
  • Gehen Sie dort zum Pfad HKEY LOCAL MACHINE\Software\Microsoft\Win dows NT\Current Version\Winlogon.
  • Legen Sie den neuen Schlüssel "Auto-AdminLogon" vom Typ "REG SZ" an, und geben Sie ihm den Wert "1".
  • Ändern Sie den vorbelegten "Default-UserName" gegebenenfalls auf einen anderen gewünschten Benutzernamen.
  • Legen Sie den neuen Schlüssel "DefaultPassword" an. Der Typ ist wieder "REG_SZ".
  • Tragen Sie hier nun als Wert das Kennwort des zuvor festgelegten Users ein.
  • Je nach Netzwerk-Struktur ist noch die Eintragung einer Anmelde-Domäne erforderlich, wofür der Wert des Schlüssels "DefaultDomainName" zuständig ist.
  • Ab jetzt loggt sich der PC von alleine in NT ein. Wollen Sie sich ausnahmsweise unter einem anderen Login anmelden, halten Sie beim Startvorgang die Umschalte-Taste (manche nennen sie auch Shift-Taste) gedrückt. Dann bringt NT wieder den Anmelde-Schirm wie gewohnt. Bedenklich an dieser Methode ist allerdings, daß jeder, der den Registry-Editor auf diesem PC starten kann, das Paßwort im Klartext lesen kann. Je nach den Sicherheitsanforderungen an Ihr System müssen Sie dem automatisch eingeloggten User seine Rechte stark beschneiden oder den Server hinter Schloß und Riegel bringen.





NT- Installations-Disketten verlegt

Kein Problem, denn die notwendigen Informationen dafür sind in jeder NT-Installation sowie auf der CD-ROM enthalten.
Um die drei Disketten neu zu erstellen, wechseln Sie unter NT einfach ins "winnt"-Verzeichnis und geben "winnt32 /ox" ein.
Oder aber Sie starten unter DOS, etwa mit Hilfe einer Boot- diskette, "winnt /ox" von der CD-ROM.





NT Workstation umwandeln in NT Server

Die Unterschiede zwischen NT Workstation und Server sind gering. Der Ker- nel beider Systeme ist identisch, der Workstation fehlen nur einige Administrator-Tools. Microsoft macht es deshalb Tüftlern leicht, mit wenigen Registry-Einträgen die Workstation in einen leicht funktionseingeschränkten Server zu verwandeln.
Wer übers Experimentieren hinaus eine "unregistrierte" Version wirklich als Server einsetzt, verletzt die Lizenzvereinbarungen.

Im Registry Schlüssel
"Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\ProductOptions"
ist zunächst der REG SZ-Wert "PorductType" mit dem Wert "ServerNT" zu ergänzen (mit den verdrehten Buchstaben!).
Unter "Hkey_Local_Machine\System\Setup" wird der Binärwert "SxstemPrefiy" eingefügt und als Wert der unter "SystemPrefix" eingetragene Wert angegeben.
Dabei sind die letzten acht Zeichen durch "000032DC" zu ersetzen.

In der Registry sind dann Werte zu ändern, ohne daß NT etwas davon mitbekommt. Ist NT auf einer FAT Partition installiert, läßt sich das folgende Verfahren unter DOS durchführen. Bei einer NTFS-Partition führt der Weg über eine zweite, in einem anderen Verzeichnis installierte NT Version, die man wieder löschen kann. Man braucht nun nur eine Sicherungskopie der Datei SYSTEM im Verzeichnis \Winnt\System32\Config anzulegen und diese in einen Editor zu laden.
In der Datei ist jedes "ProductType" in "QroductType" und jedes "Porduct-Type" in "ProductType" umzubenennen. Dann sind die Zeichenketten "SystemPrefix" in "QystemPrefix" und "SxstemPrefiy" in "SystemPrefix" zu ändern. Nach dem Neustart meldet sich die Workstation im Netz als Server.





Windows schneller starten ohne DDC

Beim Start versucht Windows 95 per DDC (Date Display Channel) herauszufinden, welcher Monitor am PC hängt. Viele Monitore unterstützen jedoch gar keine DDC-Kommunikation.
Windows versucht dann etwa 10 Sekunden lang vergeblich, mit dem Monitor zu kommunizieren, bevor es mit dem Abarbeiten der Startdateien weitermacht. Um diese Pause zu vermeiden, deaktivieren die DDC in der Registry. Starten Sie REGEDIT.EXE, und ändern Sie unter
"Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Services\Class\Display\0000\Default"
den Wert "DDC" von "1" auf "0". Windows verzichtet dann beim Neustart auf die DDC-Abfrage und startet schneller.