Max Hutter

Heilpflanzen aus Obbachs Flur von A bis Z

Abbiss : an Hecken und Wegen; Wurzel und Kraut als Tee gegen Halsleiden und Husten.

Adonisröschen: rot und gelb blühend, auf kalkhaltigen Böden, speziell im Weizen vorkommend; enthält das Herzgift Adonidin.

Akelei: Blätter und Samen bei Halsentzündung.

Anserine: an Wegen und Gräben; Blättertee bei allen Krämpfen.

Aronstab: in feuchten Wäldern; Tee aus dem Wurzelstock bei Schleimhautschäden und Magenschleimhautentzündung.

Baldrian:  Wurzeltee  bei  allen  nervösen krampfartigen Zuständen und gegen Schlaflosigkeit.

Beifuß: an Hecken und Feldrainen; Blätter und Blüten bei Schwäche der Verdauungsorgane; beliebtes Gewürz auch zu Gänse- und Entenbraten.

Beinwell: an nassen Gräben und feuchten Wiesen; Wurzeltee bei Halsentzündung und Rachenkatarrh, früher bei Bein-, Knochenbrüchen.

Berberitze: vereinzelt noch in Hecken und Gebüsch, ist fast ausgerottet, weil sie Zwischenträger des Gitterrostes bei Getreide ist; Blättertee bei Leberstauung, Saft der Beeren für Fieberkranke.

Große Bibernelle: in feuchten Wiesen; Wurzeltee bei Blasen-, Nieren und Verdauungsbeschwerden.

Birke: Blättertee bei Nierenleiden zur Verminderung der Eiweißausscheidung, Saft zur Frühjahrskur.

Bilsenkraut: an Waldrändern; giftig, enthält Atropin.

Bockshornklee: an Wegen, Ödland; Samentee gegen Geschwülste.

Brennnessel: wächst überall; junge Blätter und Wurzeln als Spinat zur Stoffwechselregulierung.

Brombeere: in Gebüschen, an Waldrändern, im Ödland; Beeren und Blätter als Schwarztee-Ersatz, Beeren zu Marmelade.

Brunnenkresse: blutreinigender Salat.

Buschwindröschen: in Laubwäldern; Kraut vor der Blüte als homöopathisches Mittel.

Dornschlehe: in Hecken; Blüten vortreffliches Blutreinigungsmittel; Früchte nach Frosteinwirkung zu Wein.

Ehrenpreis: auf Feldern; gegen Bronchitis und Verschleimung.

Erdbeere: in Wäldern, Waldrändern und Rainen; Blätter wie chines. Tee, Früchte roh und eingekocht.

Erdrauch: auf Äckern und an Schutthalden; Tee der blühenden Pflanze bei Leberleiden, galletreibend.

Faulbaum: in feuchten Wäldern; Rindentee bei Darmträgheit.

Färberginster: Hohlwege, Raine; Tee der Blütenzweige bei Rheumatismus und niedrigem Blutdruck.

Fünffingerkraut: auf Feldern, an Wegen, im Öd-Land; Tee des blühenden Krautes entzündungshemmend, auch als Gurgelmittel.

Gauchheil: auf Äckern; Tee der ganzen Pflanze bei Leberleiden und Gelbsucht.

Gänseblümchen: auf Weiden, Wiesen und Grasplätzen; Blütentee bei Stuhlverstopfung.

Gundelrebe: an Gartenzäunen und Grasplätzen; gegen chronischen Katarrh und trockenen Husten.

Gierasch: an schattigen Stellen in Gärten und Hecken; Tee der jungen Blätter bei Gicht und Rheumatismus.

Ginster: altes Hausmittel zur Nierenreinigung, gegen Stein- und Griesleiden  (mit  1/2 Wein, 1/2 Wasser und Honig).

Hanfnessel: vereinzelt auf sandigen, leichten Böden vorkommend; Tee des blühenden Kraute; speziell gegen Bronchialkatarrh.

Haselwurz: in schattigem Gebüsch; war uraltes Hausmittel für Mensch und Vieh; Tee von Blättern und Wurzelstock als Brechmittel, harntreibend.

Hagebutte: Tee aus den Kernen bei Blasenleiden, Tee der getrockneten Früchte als guter Haustee, Fruchtfleisch als Hiffenmark Brotaufstrich.

Hanhechel: auf trockenen Wiesen, an Wegrändern Blätter- und Wurzeltee harntreibend.

Heidekraut: am Hochmoorgebiet; Tee der blühen den Zweigspitzen harntreibend.

Heidelbeere: Blättertee bei Bronchialkatarrh Samentee war altes Hausmittel, getrocknete Früchte bei Durchfällen

Herbstzeitlose: in feuchten Wiesen; giftig, die Knollen (Colchicin) werden für Apotheken gesammelt.

Hirtentäschel: auf Äckern, Wegen, Schuttplätzen; Tee der blühenden Pflanze und Samen blutstillend, Samen stark abführend.

Holunder: an Bachrändern, Waldrand, Schuttplätzen; Tee von Blüten, Blättern, Früchten und Rinde schweißtreibend und harntreibend, bei Katarrhen der Luftwege; Blüten zu Erfrischungsgetränk ansetzbar, Früchte zu Saft und Mus.

Hopfen: nur noch ganz einzeln in verwilderter Form vorkommend, an Zäunen und Hecken; junge Sprosse als Salat, Blütentee bei Schlafstörungen und Nervosität.

Hühnerdarm: auf Äckern, auch in Gärten, starkes Unkraut; Tee des blühenden Krautes schleimlösend.

Huflattich: am Bachufer, an Rainen, in schweren lehmigen und kalkhaltigen Äckern; Blüten- und Blättertee zur Reinigung der Atmungsorgane, entzündungswidrig.

Johanniskraut: an Wegrändern, in jungen Waldschlägen; Tee des blühenden Krautes bei Magen- und Darmstörungen, entzündungshemmend, nervenberuhigend.

Kamille: auf Äckern mit sauren Böden; Blütentee krampflösend, entzündungswidrig, schmerzstillend, bei Magen- und Darmkatarrh.

Klette: an Wegen und Schuttplätzen; Blättertee bei Verdauungsstörungen und Magengeschwüren, Wurzeltee schweiß- und harntreibend.

Königskerze: an Wegen, auf Ödland und Schuttplätzen; Blütentee schleimlösend, beruhigend für Magen und Darmschleimhaut.

Kümmel: auf Wiesen; Früchtetee krampflösend, verdauungsfördernd, blähungshemmend.

Kuhschelle: jetzt fast ausgerottet, sonst viel an sonnigen Rainen, hellen Waldrändern; schweiß- und harntreibend, bei Bronchitis, Regelstörungen; von Homöopathen sehr geschätzt.

Labkraut: an Hängen und älteren Kleeäckern; Tee des blühenden Krautes bei Magen-Darmkatarrh.

Leberblümchen: nur noch sehr selten bei uns, in 1-2jährigen Schlägen vorkommend; frische Blätter nur in Apotheken verwendet.

Leinkraut: an sandigen Stellen, auch auf Äckern, an Wegen; Tee des blühenden Krautes und der Wurzeln bei Darmträgheit und Hämorrhoiden.

Linde: in Laubwäldern, an Wegen, wild oder kultiviert; Blütentee harn- und schweißtreibend.

Löwenzahn: auf Wiesen, Grasplätzen, an Wegrändern, Ödland und alten Luzernekleeäckern; Blätter- und Wurzeltee galle- und harntreibend.

Lungenkraut: in Laubwäldern und Gebüschen, sehr selten hier; Tee der ganzen Pflanze bei Lungenerkrankungen.

Maiglöckchen: in Laubwäldern; giftig, in Apotheken: ganze Pflanze als Herzmittel, mit gleicher Wirkung wie Digitalis.

Minze: am Bach und an Entwässerungsgräben, Blättertee bei krampfartigen Verdauungsstörungen.

Mistel: in Kronen alter Obst-, bes. Apfelbäume vorkommend; Tee der jungen Zweige und Blätter gegen hohen Blutdruck, regt Stoffwechsel, Galle und Bauchspeicheldrüse an.

Mutterkorn: auf Roggen vorkommend, jetzt wegen der Beizung des Getreides nur noch selten; nur in Apotheken verwendet, bei Frauenleiden.

Nelkenwurz: an Hecken und Zäunen, an feuchten Waldstellen; Tee des blühenden Krautes und der Wurzeln appetitanregend, gegen Durchfälle.

Odermennig: an Wegrändern, Hecken, Feldrainen; bei Verdauungsstörungen.

Quendel: an trockenen Hängen; Tee des blühenden Krautes bei Husten, Magen- und Darmkatarrh; in der Tierheilkunde bei Verdauungsstörungen.

Rainfarn: an Wegen, Straßen, Hecken, nicht häufig vorkommend; in Apotheken Wurmmittel aus Blüten und Blättern.

Rittersporn: auf Äckern, bes. Getreidefeldern, an Wegen; Tee des blühenden Krautes wurmtötend, abführend, von Homöopathie viel verwendet.

Schachtelhalm: auf feuchten Lehm- und Sandböden, auf sauren Wiesen; harntreibend, bei Lungenleiden.

Schafgarbe: an Ackerrändern, Wegen, auf Wiesen; Tee des blühenden Krautes bei Appetitmangel, Magen- und Darmkatarrh, Blähungen.

Schlehe: an Hecken; Blütentee und Früchte mildes Abführmittel, schweiß- und harntreibend.

Schlüsselblume: in trockenen Wiesen; Tee der ganzen blühenden Pflanze schleimabsondernd.

Schöllkraut: an Zäunen, Wegen, Schuttplätzen, Hecken; Tee des jungen Krautes bei Leberleiden, Gallensteinen; In Apotheken verwendet.

Spitzwegerich: an Wegrändern, Wiesen, Kleeäckern; Blättertee bei Husten, Heiserkeit, Magen- und Darmkatarrh.

Stiefmütterchen: auf Äckern; Tee des blühenden Krautes bei Hautausschlägen, harntreibend, schleimlösend.

Taubnessel: in Gärten, Gebüschen, an Waldrändern; Blütentee schleimlösend, bei Weißfluß.

Tausendguldenkraut: in Waldlichtungen und Holzschlägen; Tee des blühenden Krautes bei Verdauungsstörungen.

Tollkirsche: teilweise in Wäldern; giftig, In Apotheken werden Kraut und Wurzel (Atropin) verwendet.

Veilchen: an Hecken, Wegrändern; Blüten-, Wurzel- und Blättertee schweißtreibend, schleimlösend, bei Bronchitis

Wegwarte: an Wegrändern und Feldrainen; Tu der ganzen blühenden Pflanze appetitanregend, verdauungsfördernd, bei Magenkatarrh.

Weißdorn: in Hecken; Blüten- und Früchtetee herzberuhigend, gefäßerweiternd; in Apotheken verwendet.