Die Schattenseite von Obbach

Leben und Schaffen der Juden in Obbach.

 

In der "Reichskristallnacht" am 9. November 1938 haben Schweinfurt SA Leute die Synagoge in Brand gesteckt. Die Obbacher Einwohner konnten nur zu machtlos schauen, da ihnen von den SA Leuten verboten wurde das Feuer zu löschen bzw. zu helfen. Aber beim Anschließenden "zusammen Treiben"  und Abtransport der Juden sollen etliche Obbacher tatkräftig mitgeholfen haben. Als Beispiel: Ein Jude soll sich in der Götzgasse unter einem Reisighaufen versteckt haben und ein Obbacher ist so lange darauf rum gesprungen bis er wieder hervor kam. Es sollen auch Plünderungen der Judengeschäfte und Wohnungen gegeben haben. Was jedoch von einigen Obbacher widersprochen wird.

Auffallend war jedoch, dass nach dieser Nacht einige Obbacher auf einmal eine Erbschaft gemacht haben, Geld für ein Haus/Auto gespart haben oder billig Stoffe gekauft hatten, um ihre alten Vorhänge ersetzen zu können.

Es war eine schlimme Zeit, selbst meine Oma, die Ender's Lina, musste an einem Samstag nach Schweinfurt und wurde belehrt nicht bei Juden zu Kaufen nur weil sie am Freitag Matzen gekauft hat (die sehr gut wahren).