Bürgerversammlung 2016

 

Alter Friedhof soll zur Ruhe kommen
 

Die Finanzkraft der Gemeinde hat sich erheblich erhöht

 

 Bürgermeister Arthur Arnold hatte prinzipiell gute Nachrichten, auf der Bürgerversammlung im alten Rathaus. Die Finanzkraft ist im letzten Jahrzehnt von zwei auf 3,3 Millionen Euro jährlich angestiegen. Auch bei  Arbeitsplätzen, Einwohnerentwicklung und Steuer- Einnahmen herrscht an der Euer kein Grund zur Klage. Allerdings hörten nur etwa 35 von 872 Obbachern die beruhigende Botschaft.

 

Die letzte Förderwelle sei jedoch an der Gemeinde vorbeigegangen, sagte der Bürgermeister. Knapp 4,1 Millionen Euro lagen 2015 im Verwaltungshaushalt, ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Ansatz, über 2,8 Millionen Euro waren es im Vermögenshaushalt, der dadurch um nahezu 50 Prozent höher abschloss als geplant. Der aktuelle Haushaltsansatz bewegt sich in vergleichbaren Dimensionen.

 

Verschuldung steigt an

 

In diesem Jahr dürfte der Schuldenstand von etwa 2,3 Millionen Euro auf rund 2,7 Millionen Euro steigen. Einer Kreditaufnahme von einer Million Euro stehen Tilgungen von über einer halben Million Euro gegenüber. Zum Jahresende wird jeder der 3084 Einwohner mit 886 Euro in der Kreide stehen, bei einem vergleichbaren Landesdurchschnitt von 678 Euro.

 

Wir sind finanzstärker geworden, aber irgendwie kommen wir nicht zum Sparen. Ein Grund sind zahlreiche anstehende Großprojekte, sei es bei der Kinderbetreuung, beim Bauhofumbau oder Hochwasserschutz in Obbach.

 

Die jahrelange Sanierung der Ortsmitte wurde gerade offiziell abgeschlossen, Arnold bedankte sich bei den Betroffenen für Geduld und Zusammenarbeit. Beteiligt waren viele: Der RMG als Wasserversorger, Abwasserzweckverband, Staatliches Bauamt, das Amt für Ländliche Entwicklung und die Dorferneuerung. Leerrohre für den Breitbandausbau wurden in Obbach ebenfalls verlegt. Vermutlich etwa drei Millionen Euro hat der Staatsstraßen-Ausbau gekostet, bei 600 000 Euro Gemeindeanteil. 3,1 Millionen Euro flossen in die Dorferneuerung. Bei den Nebenflächen der Hauptstraße stehen die Bescheide für Anwohner noch aus. Gebaut werden muss noch am Dorfgraben, beim Fußweg im Bach und an einer Reststrecke am Ortsausgang, wo noch Grundstücksflächen von Eigentümern benötigt werden. Eine Freigabe habe man schon, so Arnold, der sich bei den Verhandlungen zuversichtlich zeigte.

 

In der Aussprache ging es dann um Schäden infolge der Groß-Baustelle Ortsmitte, die Dieter Blüml ansprach. „Die Bauschäden sind alle erfasst“, meinte Manfred Hock von der Dorferneuerung. Die betroffenen Hausbesitzer erhielten ein Anschreiben, der Verputzer komme wohl in zwei bis drei Wochen, in Rücksprache mit den Betroffenen.

 

Ein weiteres großes Thema: Die Zukunft des Friedhofs neben der alten Schule. Die Belegungs-Verhältnisse befinden sich am Hang buchstäblich in Schieflage.

 

Überangebot an Grabfläche

 

Wir haben nicht nur Leerstände im Altort, wir haben sie auch im Friedhof“, meinte Arthur Arnold. Durch den oberhalb gelegenen neuen Friedhof gibt es ein Überangebot an Grabflächen. Wir brauchen ein Konzept auf 20, 30 Jahre“, forderte Roland Wolf vom Arbeitskreis Friedhof, „so wie er jetzt ausschaut, ist er vergleichbar mit dem Straßenzustand in Obbach vor zwei, drei Jahren. “ Neue Gräber sollten konsequent im neuen Bereich geschaffen werden.

 

Wolf monierte das Erscheinungsbild der Wege und Leerstandsflächen, die derzeit mit Brettern eingehegt werden. Die Kieswege werden ebenfalls erneuert. Arnold setzt bei Neubelegungen auf Rasengräber, man brauche auch Urnenfelder. An der Akazie seien Baumbestattungen denkbar, allerdings gebe es Probleme mit den Wurzeln. „Die Erdbestattungen werden abnehmen“, bestätigt Vizebürgermeister Ewald Schirmer. Der Bürgermeister wäre bereits für Bankspenden dankbar.

Gehsteige.

 

„Der Gemeinschaftsgeist lässt nach“, stellte der Bürgermeister fest. Die Gemeinde könne Ordnungsgelder verhängen, setze aber lieber auf Einsicht. Hingewiesen wurde auch auf die problematische Parksituation an der Engstelle der Greßthaler Straße, ebenso wie auf Schäden auf der Straße nach Euerbach.

 

Eine Nachfrage gab es zum Mobil-Funkmast auf dem TSV-Gelände. Die Baugenehmigung sei erteilt, so Arnold, ebenso gebe es einen Vertrag mit dem Sportverein. Manfred Hock fragte nach einem neuen Standort für die Vereinskästen. Hier ist der Bereich am Feuerwehrhaus in der engeren Auswahl.

 

 

Tischvorlage