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 Montag, 02.11.1998 - Lokalsport Bad Neustadt

  Einheimischer gewinnt beim Rhön-Grabfeld-Cup der SKG Gersfeld

Weithin hörbarer Jubel

Die Rhöner Bergkuppen waren schon weiß. Trotzdem meinte es Petrus mit der Gersfelder Veranstaltung im Rahmen des Rhön/Grabfeld-Cups letztendlich noch gut.

LEICHTATHLETIK ¤ VON HELMUT SCHMITT

Den Hauptlauf des vorletzten Wettbewerbs der diesjährigen Laufserie um den Rhön-Grabfeld-Cup, auf der im Vergleich zum Vorjahr veränderten Strecke, gewann auch wieder der Vorjahressieger Andreas Schur (Team Sport-Friedrich). Der in Celle geborene Ökotrophologe und für das Team Sport-Friedrich startende knapp 30jährigen Läufer lief einen Vorsprung von 1:04 Minuten vor dem frischgebackenen bayerischen Berglaufmeister Karl-Heinz Handel (TV Bad Brückenau) heraus.

Später versuchte man dem Sieger zu verdeutlichen, was er vor einer Woche beim Berglauf in Hausen/Rhön versäumt hatte. Er hätte wahrscheinlich auch beim Hausener Berglauf vor Handel gewonnen, wofür es als Zugabe eine Woche Aufenthalt im Rhön-Parkhotel gegeben hätte. Ein Kenner der Szene warf jedoch ein, daß dieser Sonderpreis nur für den besten Bayern bestimmt gewesen sei. Und bis zur "doppelten Staatsbürgerschaft" des jetzigen Hessen dürfte es noch eine Weile dauern.

Handel verteidigte auf den letzten hundert Metern seinen zweiten Platz im Einlauf vor dem Vorjahreszweiten Stefan Dietzer vom TSV Ostheim. Der jüngere Dietzer lief zwei Sekunden nach Handel über den Zielstrich. Er hatte vier Wochen pausiert um seine "Wehwehchen" etwas auszukurieren: "Diese Pause hat mit gut getan", verriet der Orgelbauer und schnellste Läufer der M 20.

Nach dem anfangs steilen Anstieg löste sich Schur nach rund drei Kilometern aus einer mehrköpfigen Gruppe und baute seinen Vorsprung stetig aus. Handel meinte nachher zur Strecke: "Das war ja ein kräftiger Berglauf. Aber es ging auch wieder runter. Doch die Stauchung dabei geht schon auf die Knochen".

Erfolgserlebnis

Dietzers Vereinskollege, Dr. Gerhard Dobmeier (TSV Ostheim), der nach einem Fahrradsturz lange Zeit verletzt, wettkampfmäßig nicht laufen konnte, verbuchte wieder ein Erfolgserlebnis. Man konnte seinen lautstarken Jubelschrei nach Überlaufen des Zielstrichs weithin vernehmen. Er hatte sich nämlich noch mit zwei Sekunden vor dem Hohenrother Helmut Kuhn (DJK Salz) ins Ziel gerettet und das Duell um den Sieg der M 35 gewonnen.

Mit der schnellsten der insgesamt sieben Läuferinnen, der vierfachen Berliner Marathon-Meisterin und Zwölften der deutschen Marathonmeisterschaften vor einer Woche in Frankfurt (wir berichteten), Dr. Annette Wolfrom (OSC Berlin) konnten die Rhöner Frauen natürlich nicht mithalten. Die Ärztin in der Bad Neustädter Handchirurgie bezeichnete ihre Teilnehme in Gersfeld nach zwei schweren Marathonläufen als "Trainingslauf". Die Siegerin und Pokalgewinnerin der W 20, Silke Räder vom TSV Bischofsheim, erreichte 18 Minuten nach Wolfrom das Ziel. Die medizinisch-technische Assistentin zählt jedoch zum idealen Zugewinn der Laufserie mit dem Motto "Keine Macht den Drogen". Ideal deshalb, weil sie vor drei Jahren noch in Bischofsheim als Streckenposten eingesetzt war. Als man sie ansprach, auch einmal mitzulaufen, versuchte sie es, stieg aber in der laufenden Serie nicht mehr ein. Seit zwei Jahren ist sie voll dabei und zählt in diesem Jahr als Pokalsiegerin mit sechs Siegen - ein nachahmenswertes Beispiel.

Zweitschnellste Läuferin auf der 12,5 km-Distanz war Barbara Streit (W 35, TSV Brendlorenzen). Sie beendete ihren Lauf elf Minuten nach Wolfrom und vier vor Brigitte Benkert (W 45, Spfr/Lauftreff Herbstadt), die sich vom Frankfurter Marathon gut erholt hatte.



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