Groß verletzt - Pyrrhus-Sieg 
für HSC beim TSV Schwandorf

Qualifikation zum DHB-Pokal am 29.12.1998

TSV Schwandorf - HSC Bad Neustadt 23:28 (11:13)

Mit einem 28:23-Erfolg beim Verbandsligisten TSV Schwandorf zog der Regionalligist HSC Bad Neustadt in die nächste Qualifikationsrunde zum DHB-Pokal ein. HSC-Coach Gunter Funk sprach allerdings von einem Pyrrhussieg, denn der HSC-Erfolg wurde von einer schweren Fußverletzung von Rückraumspieler Matthias Groß überschattet.

Bei einer Aktion Mann gegen Mann hat er sich den Fuß verdreht und sich solch eine schwere Verletzung zugezogen, daß er noch am Mittwoch operiert werden mußte. "Er fällt bis zum Ende der Saison aus", macht sich der HSC-Coach keine Illusionen darüber, daß sein Mann auf der halbrechten Rückraumposition in dieser Runde noch einmal eingesetzt werden kann.

"Jetzt ist das eingetreten, was nicht passieren durfte. Einer der ersten Besetzung hat sich langfristig verletzt", war Gunter Funk angesichts der guten Ausgangsposition seiner Mannschaft in der Meisterschaft schon fast bestürzt. "Wenn der Verein den Anspruch hat, nach oben zu gehen, muß jetzt vom Präsidium das o.k. kommen, daß noch jemand kurzfristig verpflichtet wird", sieht Funk keine Alternative, als noch zwei Tage vor dem Wechselschluß 31. Dezember einen neuen Linkshänder zu verpflichten,

Entsprechenden Kontakt zu Spielervermittlern hat er bereits aufgenommen, wartet jedoch zum einen noch auf Nachricht von HSC-Boß Sepp Schmitt, zum anderen darauf, daß ihm ein entsprechender Linkshänder benannt wird. Das Spiel gegen Schwandorf, das für Gunter Funk aufgrund der Verletzung von Matthias Groß fast in den Hintergrund trat, sah der HSC-Coach als klare Sache. "Der Gegner hat zwar gewinnen wollen, doch da hat die entsprechende Qualität gefehlt", machte er deutlich, daß man dem Spiel den Zwei-Klassen-Unterschied anmerkte. "Wir waren zu keinen Zeitpunkt in Gefahr", so Funk, der auf den ebenfalls verletzten Karel Jindrichovsky, Peter Hofmann und Daniel Sennert (beide beruflich verhindert) verzichten mußte.

So begannen die HSC’ler aus einer kompakten Abwehr heraus und führten schnell mit 4:1. Doch Sven Sauerhammer (halblinks) und Matthias Groß (halbrechts) zeigten sich sehr nervös und leisteten sich in der Anfangsphase einige unnötige Abspielfehler. "Nach einer Auszeit, in der ich an die Konzentration der Spieler appelliert habe", so Gunter Funk, „lief das Spiel beim HSC zunächst besser, ehe sich Matthias Groß nach 15 Minuten verletzte, wodurch ein Riß ins Spiel des HSC kam". So kamen die Gastgeber bis zur Pause auf 11: 13 heran. Doch nach dem Seitenwechsel hatten die Neustädter den Verlust ihres Rückraumspielers vordergründig verdaut und setzten sich im Verlauf der zweiten Hälfte bis auf 20:14 ab. "Danach habe ich gewechselt und die Mannschaft noch mehr durcheinander gewürfelt", so Gunter Funk. Nur so war zu erklären, daß die Hausherren nach einem 15:24-Rückstand bis zum Schlußpfiff noch zu einer Ergebniskorrektur bis zum 23:28 kamen.

Für den HSC spielten und trafen: Thorsten Nick im Tor, Sven Sauerhammer 11, Martin Leynar 2, Marius Caras 3, Matthias Groß 2, Mile Mijacinovic 6/3, Marcel Breun 1, René Bühler 3, Jens Pussert.

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