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23.10.1999
TV Oppenweiler - HSC Bad Neustadt 24:29  (9:14) 
Tore
HSC:
Mijacinovic 13(6), Massa 5, Bontas 4, Caras 4, Leynar 2, Sauerhammer 1

TVO:
Schauli 5, Garba 3, Hail 3, Wieland 3, Drehmann 3(1), Demel 2, Mühlpointner 2, Buck 2, Seeger 1
 

In der Sporthalle Oberbrüden in Auenwald, dem Ausweichquartier des TV Oppenweiler zeigte der HSC von Beginn an den nötigen Siegeswillen. Bis zur Pause konnte ein deutlicher Vorsprung gegen die bis dahin recht unsicheren Spieler von Trainer Martin Frank herausgeworfen werden. Die eigene Fehlerquote blieb niedrig, Mijacinovic und erstaunlicherweise auch Massa trafen sicher, während die "Einheimischen" aus Oppenweiler zahlreiche Chancen nicht nutzen konnten. Dies lag nicht zuletzt am prächtig aufgelegten Torsten Nick im HSC-Tor, der mehrere Tempogegenstöße, unbehinderte Würfe und zwei Siebenmeter parieren konnte.

Torsthen Nick avancierte durch seine über die gesamte Spielzeit gezeigte Leistung zum Vater des Sieges. Aber auch die Abwehrspieler hatten Gunter Funks Vorgaben verstanden und setzten die Neuzugänge des TVO auf den Halbpositionen mehr oder weniger matt. Der aus Pfullingen (2. Liga) gekommene Linkshänder Danlami Garba musste sogar einige Zeit auf der Bank Platz nehmen. Auch seinem Pendant auf der halblinken Seite, dem talentierten Manuel Mühlpointner erging es nicht anders.

Als nach etwa 40 Minuten immer noch ein beruhigender 5-Tore-Vorsprung zu verzeichnen war, schaltete der HSC einen Gang zurück. Die nun auf dem Feld befindlichen Routiniers des TVO um Jürgen Buck (32) und Dirk Hail (29) im Rückraum sowie Oliver Bölstler (33) im Tor besannen sich auf das Kämpfen und holten Tor um Tor auf. Per Tempogegenstoß oder von der Linksaußenposition konnte sich in dieser Phase auch der dritte namhafte Neuzugang des TVO, der französische Juniorenauswahlspieler Herve Schauli auszeichnen. Das gelang in diesen Minuten Mile Mijacinovic und Mitica Bontas nicht mehr so oft, da sie sich einer engen Deckung ausgesetzt sahen. Die Verantwortung lag nun wieder hauptsächlich bei Marius Caras, der oft eins gegen eins vorstoßen musste oder Martin Leynar am Kreis suchte. Martin Frank sagte nach dem Spiel, seine Mannschaft sei in dieser Phase "heißgelaufen". Dabei wurde der Einsatz in dem sehr fairen Spiel gelegentlich übertrieben, was die hervorragenden Schiedsrichterinnen Jutta Ehrmann und Susanne Künzig aus Riedstadt bzw. Karlsruhe konsequent mit 2 Minuten oder 7-m ahndeten. Von der Klasse dieses Gespannes konnte man sich kürzlich beim Bundesligaspiel zwischen der SG Flensburg und der HSG Nordhorn überzeugen. Mile Mijacinovic behielt heute die Nerven und verwandelte sämtliche Siebenmeter. Genauso beachtenswert ist, dass er trotz enger Deckung noch 7 Feldtore beisteuern konnte. Als man sich mit dem 23. Tor nach längerer Zeit wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeitet hatte, kehrte gegen nun oft nur noch 5 Feldspieler des TVO auch wieder etwas mehr Abgeklärtheit in die Reihen des HSC zurück.

Dem grippegeschwächten Sven Sauerhammer war es vorbehalten, mit einem Kempa-Trick das letzte Tor der Partie zu erzielen. Vorher war die linke Angriffsseite bedingt durch die doppelte Manndeckung gegen den HSC oft verwaist. Alles in allem geriet ein Spiel, das man im Griff zu haben glaubte, nochmal an den Rand einer Niederlage. Der HSC hat noch nicht den Spielfluss über 60 min gefunden, den man sich erhofft. Von den Außenpositionen ging über die gesamte Spielzeit zu wenig Torgefahr aus. Lediglich Caras war wieder aus "unmöglichem" Winkel erfolgreich. Jens Pussert, der in der Abwehr ordentlich spielte, wurde nach 2 Fehlversuchen im Angriff auf die Bank beordert. Der eng bewachte Mijacinovic wich in der 2. Hälfte auf Linksaußen aus, um Sven Sauerhammer auf der halblinken Position Platz zu machen.

Nun kann man die Pause am nächsten Wochenende mit einem positiven Punktekonto (6:4) auf dem 5. Platz zur Erholung nutzen, bevor die HSG Freiberg am 6. November nach Bad Neustadt kommt. Vielleicht kann bis dahin ja auch der beruflich oft verhinderte Marius Caras ein paarmal am Mannschaftstraining teilnehmen.
 

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