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22.11.1999
HSC Bad Neustadt - SKV Oberstenfeld 30:20 (15:10) 
Tore:

HSC
Mile Mijacinovic (8/3), Mitica Bontas 7(1), Marius Caras 4, Martin Leynar 3, Jens Pussert 2, Sven Sauerhammer 2, Marcel Breun 2(1), Geremia Massa 1, Gabriele Maurizzi 1

SKV
Oleg Deiko 10(2), Alexander Fichtner 2, Marc Grams 2, Marco Kniesel 2, Markus Baumert 1, Ales Muc 1, Alexander Schick 1, Igor Tschebrow 1
 

Erstaunliche Parallelen zum letzten Heimspiel gegen Freiberg waren gegen die Gäste aus Oberstenfeld nicht zu übersehen. Sowohl vom Spielverlauf als auch was das Ergebnis betrifft kann man fast von einer Doublette sprechen. Den diesmal wieder gut 1000 Zuschauern wurde aber auch Neues geboten. Wie bereits in Fellbach angedeutet gibt der neue Trainer Vladimir Haber allen Spielern Einsatzzeiten. Wer weiß, wozu es noch gut sein kann, wenn auch einem Bontas oder Mijacinovic mal eine Pause gegönnt wird und ein Breun oder Mittelsdorf die Möglichkeit erhalten, sich weiterzuentwickeln. Dazu gehören auch Fehler, die man hinnehmen muss, wenn daraus gelernt wird. Schließlich fallen auch in Neustadt selten Meister vom Himmel.

In seiner kurzen Amtszeit ist es dem neuen Dirigenten des HSC bereits gelungen, neue Begeisterung bei den Spielern zu wecken. Es sieht jedenfalls nicht so aus, als ob der Teamgeist unter dem Abgang von Gunter Funk gelitten hätte.

Den an diesem Abend insgesamt recht harmlosen Gästen gelang das 0:1 als die Schiedsrichter Daßler und Günther aus Zwönitz in Sachsen bereits Zeitspiel angezeigt hatten. Es sollte die einzige Führung der Württemberger bleiben. Durch Einzelaktionen von Muc, Grams und Deiko hielten sie bis zum 3:3 mit. Dann aber zog der HSC auf 6:3 davon. Weniger als drei Tore Führung wurden es nun nicht mehr. Grams und Muc ließen immer mehr nach, Tschebrow hatte keinen guten Tag erwischt und der verbliebene Alleinunterhalter Oleg Deiko konnte es ohne Unterstützung seiner Mitspieler allein nicht richten.

Ganz anders der HSC. Neben den stets torgefährlichen Mijacinovic und Bontas traf in der Anfangsphase besonders Marius Caras in seiner typischen Art von ganz außen. Wenn ein Spiel noch nicht entschieden ist und sich der Gegner auf den bekannt starken Rückraum des HSC konzentriert, ist auf Marius Caras eben Verlass. Das war auch wieder bei Torsten Nick der Fall. Auch seine Paraden trugen dazu bei, dass sich die Einheimischen immer deutlicher absetzen konnten. Erneut hatte der Gegner nicht Gleichwertiges im Tor aufzubieten.
Auch heftiges Wechseln und eine Auszeit nutzten dem zu seiner aktiven Zeit in der Bundesliga spielenden Gästetrainer Ralf Selcho nun nichts mehr, der HSC war an diesem Abend deutlich besser. Über 10:7 und 14:8 ging es mit 15:10 in die Halbzeit, obwohl Bontas und zeitweise Mijacinovic eng gedeckt wurden.

Anstatt eines Aufbäumens der Oberstenfelder legte der HSC zunächst noch einen Zahn zu und erzielte 4 Tore in Folge. Das Spiel war entschieden. Ralf Selcho wurde auf der Bank immer ruhiger. Vladimir Haber wechselte nun vermehrt, so dass sich schließlich neun (!) Spieler des HSC in die Torschützenliste eintragen konnten. Wer weiß noch wann das zuletzt der Fall war ? Ohne ein sehr gutes Gedächtnis dürfte die Frage kaum zu beantworten sein. Nach dem 26:13-Zwischenstand schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ein, doch wer will das den Spielern verübeln ? Der stets motivierte und hauptsächlich in der Abwehr eingesetzte Maurizzi erzielte erneut einen vielumjubelten Treffer, Jens Pussert spielt wieder mit Freude Handball und Marcel Breun konnte, nachdem ihm durch ein grobes Foul eine Torchance genommen wurde, den fälligen Siebenmeter selbst verwandeln. Die übrigen drei nutzte Mijacinovic, d. h. Fehlerquote vom 7m-Punkt erneut gleich Null! Torsten Nick konnte sowohl gegen Muc als auch gegen Grams 2 von vier Strafwürfen abwehren. Wie schon in Fellbach dokumentiert sich hier eine ungewohnte Stärke des HSC. Nach dem 29:16 gelangen einige Kunststücke nicht und die Gäste konnten noch leichte Ergebniskosmetik betreiben.

Mit der in den letzten Tagen bekannt gewordenen verstärkten Trainingsbeteiligung, sowie der Unterstützung durch etwa 1000 Zuschauer in der gut gefüllten Paul-Goebels-Halle kann man als HSC-Fan zuversichtlich an die nächsten Spiele denken.
 

 
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