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09.10.1999
HSG Kronau/Bad Schönborn - HSC Bad Neustadt 29:24 
Tore
HSC:
Bontas 10(3), Caras 5, Sauerhammer 3, Pussert 2, Leynar 2, Breun 1, Mijacinovic 1

HSG Kronau/Bad Schönborn:
Gopin 9(3), Ostheimer 6, A. Bechthold 4, Sigmund 4, Rohr 3, Krätz 1, Bender 1, Meiser 1

Der HSC ließ sich über die gesamte Spielzeit vom temporeichen und von hohem körperlichen Einsatz geprägten Handball der Nordbadener beeindrucken. Lediglich Mitica Bontas und Marius Caras stemmten sich von Peter Hofmann in der zweiten Halbzeit unterstützt gegen die ungestüme Juniorenmannschaft der HSG, die von dem russischen Handballfuchs Valeri Gopin auf Halbrechts und dem früher in Werratal aktiven Torhüter Sukossian geführt wird.
Die Funk-Sieben ließ zu viele Gegentore durch rasch vorgetragene Konter zu. Die erste Welle der Gastgeber wurde zu selten gestört. Die wesentlich ausgeglichener besetzten Badener hatten 5 Spieler in ihren Reihen, die mindestens 3 Tore erzielten, der HSC dagegen nur 3. Selbst von Trainer Funk sonst nicht gewöhnte Umstellungen erzielten keine entscheidende Wirkung. So tauschten zunächst Caras und Massa ihre Positionen auf der rechten Seite. Caras sorgte zwar auf Halbrechts für mehr Druck als Massa, aber dieser konnte auch auf Rechtsaußen nichts bewegen. Die Hereinnahme von Breun auf Rechtsaußen in der Schlussphase brachte in kurzer Folge 2 Zeitstrafen gegen den Mellrichstädter, dem allerdings in der letzten Minute der 24. Treffer für seine Farben gelang. Neben Massa enttäuschte diesmal Mijacinovic, dem nur ein Treffer gelang. Trotz enger Deckung kam er zu Würfen, die aber bis auf einen von Sukossian entschärft werden konnten. Mitica Bontas war damit im Rückraum die Rolle des Alleinunterhalters zugefallen. Er setzte sich zwar oft im Spiel Eins gegen Eins durch und erzielte 10 Tore, inklusive 3 sicher verwandelter Siebenmeter, nachdem Mijacinovic den ersten Siebenmeter nicht an Sukossian vorbeibringen konnte. Seine Nebenleute konnte Bontas aber nicht zu ähnlichen Leistungen treiben. Spielerisch blieb der HSC weit hinter den Erwartungen zurück, die Tore waren zu selten das Resultat gelungener Spielzüge.
Im Spiel Eins gegen Eins fehlt einigen Akteuren derzeit das Durchsetzungsvermögen und das nötige Selbstvertrauen. Bei Sauerhammer wechseln Licht und Schatten, Martin Leynar wird zu wenig am Kreis angespielt, Jens Pussert gelangen in den wenigen Minuten seiner Spielzeit immerhin 2 Tore und Marius Caras kann nicht 60 Minuten auf konstant hohem Niveau spielen, übernimmt aber immer wieder Verantwortung und zeigt Spielübersicht. Trotz eines in der zweiten Halbzeit im Kasten stehenden und mehr als gut haltenden Peter Hofmann wurde auch auf der Torhüterposition kein Vorteil gegenüber dem Gastgeber sichtbar.
Derzeit agiert der HSC alles andere als souverän auf dem Parkett. Und  gegen einen motivierten Aufsteiger, der auf einer Erfolgswelle schwimmt, wird das Reagieren bei einem 5-Tore-Rückstand nach einer Viertelstunde schwer. Nicht zuletzt durch die Paraden von Peter Hofmann gelang in der 2. Halbzeit eine kleine Aufholjagd bis zum 23:21. Dann aber fehlte gegen die jungen Kronauer die Kraft und die Abgeklärtheit, um die Wende noch zu schaffen. Ähnlich wie eine Woche vorher in Hockenheim hatte der Gegner am Ende die größeren Reserven.
Mit nunmehr 2:4 Punkten müsssen sich die HSC-Verantwortlichen überlegen, was zu tun ist, um die gesteckten Ziele erreichen zu können. Dem immer noch zahlreichen Publikum in der Paul-Goebels-Halle ist es sowieso schwer zu vermitteln, dass nach zwei 2. Plätzen in dieser Runde Platz 6 das Ziel sein soll.

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