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06.11.1999
HSC Bad Neustadt - HSG Freiberg 29:19 (14:9) 
Tore:
HSC
Mijacinovic 9(2), Bontas 8(2), Massa 5, Caras 2, Sauerhammer 2, Leynar 2, Maurizzi 1

HSG
Matschos 6, Kristensen 5, Stoukaline 4, Vladimirow 1, Boos 1, Schmidt 1, Lindner 1
 

Gegen den mit ebenfalls 6:4 Punkten angereisten Gegner aus Sachsen sah es am Anfang nicht nach einem klaren Sieg aus. Trainer Funk hatte mit Dieter Schmitt sicherheitshalber den Torhüter der 2. Mannschaft parat, da sowohl Torsten Nick als auch Peter Hofmann mit Verletzungen ins Spiel gingen. In der ersten Viertelstunde war zudem von Mile Mijacinovic nicht viel zu sehen. So stieg die Nervosität auf Seiten des HSC nach anfänglicher Führung bis zum 6:7 Rückstand. Nach dem der HSG Freiberg der erste Angriff wegen Zeitspiels (!) abgepfiffen worden war, kam die Mannschaft des russischen Trainers Juri Kidjaew besser ins Spiel und hatte zweimal die Möglichkeit, auf einen 6:8-Vorsprung zu erhöhen. Gunter Funk hatte für diesen Fall schon Vorbereitungen zur Beantragung eines Time-out getroffen.

Aber es kam ganz anders. Torsten Nick bot erneut eine überzeugende Leistung und stellte sich immer besser auf die Würfe des Aufsteigers ein. Nun traf auch Mile Mijacinovic und der HSC konnte seinerseits eine Führung von 9:7 herauswerfen. Schon in dieser Phase zeichnete sich großer Ärger beim Gästetrainer ab. Zu selten übernahmen seine Spieler Verantwortung im Abschluss. Als auf Halbrechts der beste Spieler der HSG Freiberg, Vladimir Stoukaline mit einigen wenig vorbereiteten Würfen an Torsten Nick scheiterte, wurde er auf Dauer auf die Bank verbannt.

Es offenbarte sich ein kaum erklärbarer Bruch im Spiel der Freiberger. Gegen die überwiegend recht jungen und dementsprechend unerfahrenen Sachsen hatte der HSC nun leichtes Spiel. Bontas und Mijacinovic wirbelten und trafen immer besser. Sauerhammer erzielte von Linksaußen zwei herrliche Tore, wie man sie sonst nur von Marius Caras von Rechtsaußen kennt. Geremia Massa wiederholte seine gute Leistung aus Oppenweiler und erzielte erneut 5 Tore. Die verfrühten Parolen vom Fehleinkauf sind wohl verstummt. Auch sein Landsmann Gabriele Maurizzi konnte in der Schlussphase ein erfolgreiches Debut im HSC-Trikot geben. Als er sich wieselflink in der Mitte bis zum Kreis durchgetankt hatte schlug es auch schon im Gehäuse des ordentlich haltenden HSG-Keepers Resimius ein. Die HSC-Fans hatten einen weiteren Grund zum Jubeln, nachdem vorher schon einige Kunststücke gezeigt wurden. Zwar wurde bei diesen Geniestreichen auch die eine oder andere Chance vergeben, aber das spielte gegen die insgesamt nicht überzeugenden Gäste aus der Bergstadt Freiberg keine große Rolle.

Auch Jens Pussert und Marcel Breun bekamen am Ende ihre Spielanteile. Obwohl ohne Torerfolg zeigten sie Engagement und gute Ansätze. Vielleicht erhalten sie künftig mehr Einsatzzeiten.

Mit einem weiteren Sieg beim allerdings nicht zu unterschätzenden SV Fellbach könnte am nächsten Sonntag (Anpfiff 16.30 Uhr, Fanbus ab Bushalle Geis um 12.00 Uhr oder ab Busbahnhof um 12.15 Uhr; verbindliche Anmeldung bei Hiltrud Pfeifer, Tel. 09771/8478) erstmal ein Platz im oberen Drittel gesichert werden.

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