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12.11.1999
Vladimir Haber trainiert bis auf weiteres den HSC
Als Betreuer für den HSC konnte man einen alten Bekannten, Vladimir Haber bis auf weiteres -  zunächst bis zur Winterpause -  gewinnen. "Damit können wir die Trainerfrage in Ruhe und ohne Zeitnot klären", zeigte sich HSC-Manager Toni Hauck froh, dass Vladimir Haber, zur Zeit Trainer der tschechischen Nationalmannschaft "quasi als Freundschaftsdienst" zur Verfügung steht.

08. 11. 1999
Gunter Funk: "Ab sofort bin ich kein Trainer mehr beim HSC?"

Paukenschlag beim HSC Bad Neustadt! "Ab sofort bin ich kein Trainer mehr beim HSC. Ich erscheine nicht mehr zum Training." Für die Öffentlichkeit überraschend teilte Gunter Funk auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass er sein Engagement beim HSC ab sofort als beendet ansieht und in die erste Bundesliga wechselt.

"Zu welchem Verein ist doch zunächst egal. Für mich steht fest, dass ich wechsle. Da gibt es kein Zurück mehr. Es gibt viele Gründe. Dass ich mit der Entwicklung beim HSC unzufrieden bin, war bekannt. Ich habe ein konkretes. Angebot", erklärt Gunter Funk, dass offensichtlich zwischen ihm und dem HSC alle Tücher zerschnitten sind. Als einen der Hauptgründe für sein Ausscheiden, das nach Auskunft von Gunter Funk wohl die Rechtsanwälte beschäftigen wird, sieht Funk, dass von Seiten des HSC nicht alle Zusagen, die ihm vor seinem Engagement gemacht wurden, eingehalten wurden.

Dies dürfte hauptsächlich die personelle Situation beim HSC betreffen, die Funk schon seit Beginn seiner Trainertätigkeit ein Dorn im Auge war. Er bemängelte dies immer wieder, da er gerne zwölf komplette Spieler mit entsprechenden Fähigkeiten zur Verfügung gehabt hätte. Am vergangenen Mittwoch habe er, so Funk, HSC-Manager Toni Hauck seine Wechselabsichten mitgeteilt. Dies sei dann mit HSC?Boß Sepp Schmitt besprochen worden und Gunter Funk habe sein Ansinnen als verstanden angesehen und Wohlwollen durch den Verein gesehen. "Ich habe die Äußerungen als Freigabe verstanden", so der ehemalige HSC?Coach. Am Samstag habe Sepp Schmitt ihm dann zu verstehen gegeben, dass Vertrag Vertrag sei und der neue Verein ihn aus dem Vertrag herauskaufen müsse, so Gunter Funk.

HSC?Manager Toni Hauck bestätigte die Wechselabsichten von Gunter Funk, machte aber die Position des HSC klar. "Vertrag ist Vertrag", so Toni Hauck. "Momentan, gerade am Anfang der Saison, werden wir Gunter Funk nicht gehen lassen. Es sind zwar viele Trainer am Markt, doch müsste ein neuer Coach qualifiziert sein", so der HSC?Manager. "Momentan entlassen wir Gunter Funk nicht aus dem Vertrag", machte er die Einstellung von Vereinsseite klar. Auch HSC?Präsident Sepp Schmitt steht auf dem Standpunkt "Pacta sunt servanda". "Gunter Funk hat einen Vertrag bis 30. Mai 2000. Er hat uns gebeten, ihn daraus zu entlassen. Aber so geht das nicht," macht Sepp Schmitt klar, dass das von Gunter Funk an den Tag gelegte Verhalten, von heute auf morgen alles hinzuwerfen, nicht das Verhalten ist, das er sich erwartet.

Trotzdem bescheinigt er seinem Trainer, dass er "fleißig und engagiert" gearbeitet hat, aber vielleicht etwas zu fanatisch ist. Überrascht und enttäuscht habe ihn das Ansinnen und Verhalten von Gunter Funk, sein Engagement beim HSC beenden zu wollen, schon sehr, so Sepp Schmitt weiter, der in keinster Weise Verständnis für das Vorgehen des Trainers zeigt. Dass es immer wieder Spannungen zwischen Trainer, Mannschaft und Präsident gab, war allgemein bekannt und trat teils offen zu Tage. Am Ende der vergangenen Saison hatten sich die Spieler offen gegen Gunter Funk gewandt, ihm vorgeworfen, falsch trainiert zu haben, so dass die Spieler in der Schlussphase der Saison ausgepowert gewesen seien, was, so die Meinung der Spieler damals, offensichtlich den Titel gekostet hat.

In der vergangenen Saison hatte man von Vereinsseite eine Kündigung des Vertrages mit Gunter Funk, die bereits im März hätte erfolgen müssen, als nicht notwendig erachtet und sieht auch zum jetzigen Zeitpunkt der Saison keine dahingehende Notwendigkeit. Dass es zwischen Sepp Schmitt und Gunter Funk immer wieder zu Unstimmigkeiten kam, liegt in der Natur der Sache. Funk sah zumeist nur den sportlichen Erfolg im Vordergrund, Sepp Schmitt hatte die finanzielle Situation des Vereins im Auge zu behalten. Zudem stand, so ist zu vermuten, immer im Raum, dass Funk Patrick Schmitt nach langjähriger Tätigkeit für HSC eiskalt abservierte aus der Mannschaft "kegelte“.

"Wir werden abwarten, einmal muss man sehen Gunter Funk wirklich nicht zum Training erscheint," gibt sich Sepp Schmitt recht gelassen. Trotz alledem keine leichte Situation für den HSC. Wer demnächst das Zepter beim übernimmt, geht man davon aus, dass Gunter Funk nicht mehr erscheint, ist offen. Über eines muss man sich beim HSC im klaren sein. Nach den Äußerungen von Gunter Funk ist nicht damit zu rechnen, er nochmals als Trainer die Bürgermeister?Goebels?Halle  von Bad Neustadt betreten wird.



14.10.1999
HSC bekommt Verstärkung durch einen weiteren Italiener
Mitten in der laufenden Saison kann der HSC Bad Neustadt noch einen Neuzugang vermelden. Gabriele Maurizzi heißt der Neue, der beim HSC angeheuert hat und den dünnen Kader verstärken soll.

Eher zufällig kam die Neuverpflichtung zustande. Der 28?jährige Italiener, der zuletzt in der ersten italienischen Liga bei Gymnasium Bologna aktiv war und sogar drei Spiele für die italienische Nationalmannschaft absolviert hat, hält sich im Rahmen seines Studiums im Bereich Agrarwissenschaften für ein Jahr zu einem Praktikum im Raum Würzburg auf. Der Kontakt wurde über Geremia Massa hergestellt, der den Rechtshänder gut kennt.

Am Montag waren sich HSC?Manager Toni Hauck und Gabriele Maurizzi einig, die Sache war perfekt und beim HSC hat man sofort alles in die Wege geleitet, um so schnell wie möglich die Spielberechtigung zu erhalten. Gegen Lohr, so Toni Hauck, scheint der Einsatz fraglich, da der italienische Handballverband noch sein o. k. geben muss.

Auf jeden Fall hat der HSC nun einen Spieler verpflichtet, der wahlweise auf fast allen Positionen eingesetzt werden kann. "Er hat schon am Kreis, auf der linken und rechten Außen?, aber auch auf den Rückraumpositionen gespielt macht Toni Hauck deutlich,  dass mit dem 28?Jährigen Allroundspieler zu der etwas gebeutelten Mannschaft stößt.

Besonders in der Abwehr soll Maurizzi für Verstärkung sorgen.

Mit dem 1,85 Meter großen Italiener hat Gunter Funk zumindest einen erfahrenen Spieler mehr, so dass die Alternativen auf der Auswechselbank besser werden. Zudem hofft man beim HSC, dass der Neuzugang bei Geremia Massa, der sich zur Zeit in einem Formtief befindet, wieder entsprechende Motivation schafft.
 


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